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Echte Mehlbeere

(Aria edulis)

V Home lichte, flachgründige Wälder
3 — 12 m indigen LC
Sorbus aria agg.
Synonyme: Crataegus aria, Pyrus aria, Sorbus aria. Phanerophyt, coll-mont(-sa). Die Laubblätter sind einfach, ungleichmäßig doppelt gesägt. Die Kronblätter sind weiß. Die Laubblattunterseite hat mehr als 5 hervortretende Seitennerven und ist auch bei der Fruchtreife noch filzig. Die Laubblattspreite ist elliptisch bis rundlich und in der Mitte oder etwas darüber am breitesten. Die etwas länger als breiten Früchte sind zunächst filzig, zur Reife kahl und rot (Lit). Die häufige bis zerstreute Art kommt in allen österreichischen Bundesländern in allen Naturräumen vor. Sie ist nur im südöstlichen Alpenvorland gefährdet (Lit). Weltweite Verbreitung und Gefährdung siehe Royal Botanic Gardens KEW.
 
Sorbus aria agg.
 
 
Sorbus aria agg.
Aufnahmen: 28.05.2016 Sabotin
 
Habitus
Aufnahme: 31.07.2009 Učka
 
Sorbus aria agg.
 
 
Sorbus aria agg.
 
 
Sorbus aria agg.
 
 
Sorbus aria agg.
 
 
Sorbus aria agg.
 
 
Sorbus aria agg.
Aufnahmen: 25.08.2012 Učka
 
Sorbus aria agg.
Die Mehlbeere im Wald am Beginn des Hernlersteiges.
 
Sorbus aria agg.
 
 
Sorbus aria agg.
Im steilen Gelände der Westseite des Traunsteins - sehr exponierter Standort.
 
Sorbus aria agg.
Aufnahmen: 25.08.2008 Hernlersteig, Traunstein

Wikipedia

Aus der Flora von Oberösterreich 1885

"1426. S. Aria Crantz. (Crataegus A. L. — Pyrus A . Ehrh. — Pyrus intermiedia Schult, non Ehrh. — Sorbus scandica Kreutzer non Fries et Sorbus hybrida flor. dan. non L. — Aria nivea Host. fl. a. Weissfilzige E. — Mehlbeerbaum. — Arolsbeer.)
Als Baum 30—40' hoch, meist aber 6—10' hoher Strauch, mit wehrlosen Aesten. Blätter eilänglich oder eiförmig, doppelt oder eingeschnitten gesägt, manchmal kleingelappt, spitz oder stumpf, oberseits kahl, dunkelgrün, unterseits sammt Blatt- und Blüthenstielen und Kelchen weiss oder graufilzig. Läppchen und Sägezähne des Randes gegen die Basis zu an Grösse abnehmend und vorwärtsgerichtet, bis verschwindend. Blüthen in reichblüthigen, gedrängten, gewölbten Doldentrauben. Kronblätter weiss, abstehend. Früchte kugelig oder ellipsoidisch, Scharlachroth, unangenehm schmeckend. Das gelblichweisse, sehr zähe Holz wird von Drechslern und Instrumentenmachern verarbeitet; aus den Früchten wird der sogenannte Mehlbeerbranntwein gebrannt. Dient ferner den Gebirgsbewohnern als Wetterprophet, wenn nämlich nach Auswärtskehren der Blattunterseite die Bäume von Weitem weiss erscheinen, so soll Regenwetter kommen.
Mai — Juni


In der Bergregion der Voralpen auf Kalkboden allgemein verbreitet, bis zum Krummholze aufsteigend, selbst auf kalkhältigen tertiären Hügeln, z. B. am Weingartshof, am Aignerberg bei Wels. Am Ufer der Ager bei Schwanenstadt. Auf kalksandigen Anschwemmungen des Pfennigberges gegen Steyregg.


S. Aria torminalis Reissek. (S. latifolia Pers. L. — Pyrus intermedia β latifolia D. C.) Bastard. In der Blattform mehr mit S. torminalis übereinstimmend, da die Blätter schärfer gelappt und die Lappen gegen die Basis grösser und abstehend sind, in Betreff des auch im Alter nicht verschwindenden, dichteren Ueberzuges, in der Gestalt und Farbe der Früchte sich mehr dem S. Aria nähernd.
Mai
In Bergwäldern um Steyr (Brittinger, Fl. v. 0. Oe.). In Gärten zu Linz, am Freinberge u. s. hie und da in Gartenanlagen gepflanzt. Selten."

Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, IV. Band (Seite 186), Linz 1885, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.
Zum Ortsverzeichnis einiger der bei Duftschmid angegebenen Standorte

 

 Letzte Bearbeitung 08.09.2026

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